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Steffen Mau, Suhrkamp/Insel

Das metrische Wir – Über die Quantifizierung des Sozialen

Der Soziologe Steffen Mau legte unlängst sein neuestes Buch vor. Unter dem Titel “Das metrische Wir – Über die Quantifizierung des Sozialen” entstand eine Kartographie jener Techniken, die wir in unserer Disziplin unter dem Begriff des Quantified Self gut kennen. Schliesslich entstehen im Design jene hübschen Techniken und Prozeduren, die uns die Selbstvermessung ans Herz…

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© Gerhard M. Buurman

Sind wir jetzt endlich glücklich?

Lassen Sie uns über das Glück sprechen. Was passiert, beanspruchen wir Glück, als Teil einer kalkulierbaren Lebenszufriedenheit und konfrontieren damit unser ökonomisches System? Zunächst einmal wird die Ökonomie (als soziales System gedacht) irritiert sein. Da Glück nun einmal keine ökonomische Kategorie ist, kann es mit dieser Forderung nichts anfangen, es kann die Anfragen des psychischen…

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Tell me what I want!

In einer halbseitigen Anzeige kündigt Volkswagen von kommenden Zeiten. Wir müssen uns einmal darüber unterhalten, was passieren wird, wenn wir eine Technik installieren, die uns systematisch einen Schritt voraus ist. “Reagiert. Bevor Sie bemerken, worauf.” (Originalslogan der Volkswagen Anzeige) “Agiert. Bevor Sie bemerken, warum.” “Interagiert. Bevor Sie bemerken, mit wem.” “Intraagiert. Bevor Sie bemerken, mit…

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Flur, 4. OG, ZHdK © Gerhard M. Buurman

New Governance: Designfolgenabschätzung!

Die Wissenschaft erkundet die Natur der Dinge, die Wirtschaft erkundet das, was wir wissen können. Daraus schlussfolgern wir dann, was wir tun sollen und hoffen dürfen. So entstehen oft restlos überambitionierte Weltprojekte (Krajewski) und formen ein aus Menschensicht unheimliches Dispositiv. Es bilden sich Formationen, die in ihrer Dringlichkeit auf (scheinbar vermeidbare) Notstände antworten. So reagieren die…

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Gottlieb Duttweiler Institute

Behavioral Economics – Behavioral Design

Anlässlich der zweitägigen Academy «How to Design High Performance Institutions» am Gottlieb Duttweiler Institute (28. – 29.01.2016) spreche ich über das Thema Behavioral Design. Es geht um die Frage, ob und wie im Rahmen der Planung neuer Produkte und Dienste das künftige Verhalten der Menschen antizipiert werden kann. Die Veranstaltung entstand in Kooperation des Gottlieb Duttweiler…

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Vorlesung Designeconomics ist online

Die 10-teilige Vorlesungsreihe Designeconomics ist nun auch online verfügbar. Die Reihe behandelt den Zusammenhang von Design und wirtschaftlichen Tauschprozessen unter Einbeziehung ästhetischer, philosophischer, historischer und politischer Faktoren. Onlineversion (sie bleiben auf meiner Seite) Schweizerische Nationalbibliothek

Verbraucherpolitische Interventionen

Verbraucherpolitische Interventionen

Waren klassische Wirtschaftsstile geprägt durch Gegensätze von ‘Arbeit und Freizeit’, ‘Produzent und Konsument’, ‘Fachmann vs. Amateur’ so überwinden wir diese Differenzen potentiell durch neue Konzepte wie ‘Vertrauensarbeitszeit’, ‘Prosumership’, ‘Citicen Science’ oder neue Intermediäre (Suchmaschinen, Portale, Auktionen, virtuelle Communities u.a.). Das Gelingen neuer Wirtschaftsstile (s.u.) hängt dabei vom Konsumentenverhalten ab. Dieses wird im wesentlichen bestimmt durch Nachfrage (notwendige…

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Triviale Maschinen?

Auf Einladung von Gabi Hildesheimer spreche ich auf der Jahrestagung der ÖBU 2014. Die Dramaturgie sieht ein Streitgespräch zwischen mir und Dr. Gerhard Fehr vor (FehrAdvice, Zürich) Das Thema lautet: Verhaltensökonomische Forschung und Design. Die Diskussion geriet zu einem munteren Streitgespräch. Ich vertrat die Auffassung, dass wir die Umwelt nicht so ausgestalten dürfen, dass alle darin…

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‘Die Unsichtbare Universität’ – everything is prototype

Die “Unsichtbare Universität“ soll eine Diskurs- und Arbeitsplattform werden, die Einblicke in die Forschungspraxis von Initiativen, BürgerwissenschaftlerInnen (Citizen Scientists) und anderen unabhängigen Akteuren vermitteln. Die “Unsichtbare Universität“ soll den Austausch zwischen inner- und ausseruniversitären Ideen fördern und zeigen, dass ‘Forschung’ als Kulturtechnik, inmitten der Gesellschaft angekommen ist. Es soll über die Universität der Zukunft spekuliert werden und über die…

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Digitale Handlungsräume

Die Beziehung zwischen Software und Recht eröffnet uns interessante Perspektiven. Ich studiere derzeit die Überlegungen von Luhmann, der 1993 in seinem Aufsatz „Das Recht der Gesellschaft“ über grundlegende Probleme des Rechts und der gesellschaftlichen „Steuerung durch Recht“ nachdenkt. Meine Hypothese wäre, dass wir sehr vieler Probleme ledig würden, gelänge es, das Recht in die Regelsysteme…

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