postmodular        

Schöpferische Zerstörung (creative destruction)

Das Bild zeigt drei Ordnungen (Anordnungen), die auf unterschiedliche Art und Weise entstehen. Durch (unbeabsichtigten) Zufall, durch (systematische) Planung und durch Versuch. Die Bilder sind Spuren und verweisen auf ein scheinbar absolutes Koordinatensystem als Ursache von (gedachten oder tatsächlichen) Bewegungsvorgängen. Aber nur die explosionsartige Verteilung der Lagekoordinaten unsystematisch entstandener Bruchstücke eines gerade noch kompositen Objektes…

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Welcome to the machine(?)

Wenn wir über die Zukunft nachdenken, dann treffen sich meist positive und negative Vorstellungen über das Kommende und wahrscheinlich kontrastieren sie miteinander — mehr oder weniger stark. Solche dissonanten Vorstellungen können oft problemlos nebeneinander existieren — auch in einem und demselben Kopf. Sollen wir aber gemeinschaftlich ein Bild unserer Zukunft entwickeln, eine konkrete Idee formulieren, dann…

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An die Bürgerschaft

Kunsthochschulen sind Orte des Experimentierens und sie werden durch Menschen erhalten, die sich künstlerisch betätigen. Was immer die Kunst auch sei. Freie Gesellschaften unterhalten Kunsthochschulen, weil sie schon in ihrem Grundverständnis an dem Anderen interessiert sind. Die Existenz öffentlich finanzierter Kunsthochschulen ist daher auch nicht eine Folge freiheitlicher Gesinnung, sondern vielmehr eine ihrer Ursachen. Die Führung…

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Steffen Mau, Suhrkamp/Insel

Das metrische Wir – Über die Quantifizierung des Sozialen

Der Soziologe Steffen Mau legte unlängst sein neuestes Buch vor. Unter dem Titel “Das metrische Wir – Über die Quantifizierung des Sozialen” entstand eine Kartographie jener Techniken, die wir in unserer Disziplin unter dem Begriff des Quantified Self gut kennen. Schliesslich entstehen im Design jene hübschen Techniken und Prozeduren, die uns die Selbstvermessung ans Herz…

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© Gerhard M. Buurman

Sind wir jetzt endlich glücklich?

Lassen Sie uns über das Glück sprechen. Was passiert, beanspruchen wir Glück, als Teil einer kalkulierbaren Lebenszufriedenheit und konfrontieren damit unser ökonomisches System? Zunächst einmal wird die Ökonomie (als soziales System gedacht) irritiert sein. Da Glück nun einmal keine ökonomische Kategorie ist, kann es mit dieser Forderung nichts anfangen, es kann die Anfragen des psychischen…

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The Atlas of Economic Complexity

“The Atlas of Economic Complexity” ist ein 2011 erschienenes Buch von Ricardo Hausmann, Cesar A. Hidalgo, Sebastián Bustos, Michele Coscia, Sarah Chung, Juan Jimenez, Alexander Simoes and Muhammed A. Yıldırım. Das Buch erläutert komplexe ökonomische Zusammenhänge und unterscheidet sich in seinen Darstellungen und assoziativen Designs von jenen Standardmodellen, die wir aus der Ökonomie kennen. Hier…

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Tell me what I want!

In einer halbseitigen Anzeige kündigt Volkswagen von kommenden Zeiten. Wir müssen uns einmal darüber unterhalten, was passieren wird, wenn wir eine Technik installieren, die uns systematisch einen Schritt voraus ist. “Reagiert. Bevor Sie bemerken, worauf.” (Originalslogan der Volkswagen Anzeige) “Agiert. Bevor Sie bemerken, warum.” “Interagiert. Bevor Sie bemerken, mit wem.” “Intraagiert. Bevor Sie bemerken, mit…

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“Hegemonie statt Biologie”

Stefan Schmitt zeichnet in der Zeit (6. Juli, Nr. 28, Ressort Politik) ein ganz außergewöhnlich klares Bild, vom gegenwärtigen Zustand mancher Geister. Es ist dieses autoritäre Selbstdenken, dieses abenteuerlustige Beharren auf der Vorherrschaft des Menschen. “Womit wir beim Thema Herzensbildung wären. Ästhetisch und ethisch sind die Gegenstände der Evolutionstheorie ja ebenso relevant: Wie das Leben…

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Denken vs. Rentabilitätsprosa

Michael Hagner, Wissenschaftsforscher der ETH Zürich, erläutert in seinem lesenswerten Beitrag für die NZZ die Bedeutung der Geisteswissenschaften und ihren Nutzen für Demokratie und gegen Fundamentalismus und Barbarei. Zum Artikel (Download) Zum Artikel (online via NZZ) art of administration lab Foto: Matt Sullivan / Reuters

Flur, 4. OG, ZHdK © Gerhard M. Buurman

New Governance: Designfolgenabschätzung!

Die Wissenschaft erkundet die Natur der Dinge, die Wirtschaft erkundet das, was wir wissen können. Daraus schlussfolgern wir dann, was wir tun sollen und hoffen dürfen. So entstehen oft restlos überambitionierte Weltprojekte (Krajewski) und formen ein aus Menschensicht unheimliches Dispositiv. Es bilden sich Formationen, die in ihrer Dringlichkeit auf (scheinbar vermeidbare) Notstände antworten. So reagieren die…

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© NASA, Superearth

Literarischer Modellbau als Entwurfsmethode

Was wäre, wenn …? Im Frühsemester 2017 habe ich mit Studierenden der Fachrichtung Interaction Design ein kleines Experiment gemacht. Wir haben uns gefragt, ob die Entwicklung von Vorstellungen und Ideen auch in Form von Kurzgeschichten gelingen könnte. Warum sollten wir immer gleich Bilder und Anschauliches liefern? Kann man die Zukunft (oder auch die Gegenwart) nicht…

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Das Perceptron: Ein Phantasieverstärker

2016 habe ich damit begonnen, Schemata aus all jenen wissenschaftlichen, künstlerischen, ökonomischen, juristischen, weltlichen und religiösen Bereichen zusammenzutragen, mit denen ich mich in meiner 20-jährigen Arbeit als Designer und Kulturwissenschaftler auseinander gesetzt habe. Aus dieser kontinuierlichen Suche nach der Frage des Zusammenwirkens all dieser Ideen und Auffassungen (deren Wirkung auf mein Wahrnehmen, Erinnern und Schlussfolgern…

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Komplexe Vorgänge verschwinden in der Blackbox

(Retro-)Future Talk: Digitalisierung begreifen Kurbeln oder klicken? Kreation oder Funktion? Steam punker Dan Aetherman und Gerhard Buurman, Experte für Bank-Kunde-Interaktion, über die Nebenwirkungen der Digitalisierung, die Zukunft des Bargelds und die zentrale Aufgabe von Infrastrukturanbietern. Interview Matthias Bill Zum aktuellen Magazin RED – das Magazin von SIX

GenderShift

Am 22. Juni fand der Kick-off des ThinkTanks FEMALE SHIFT statt. Unter der Schirmherrschaft der beiden Gründerinnen (Rosmarie Michel und Dr. Monique Siegel) und in den Räumen des Gottlieb Duttweiler Instituts in Rüschlikon ging es um nichts weniger als Konfliktlösung. FemaleShift ist kein Netzwerk von Frauen für Frauen, keine frauenbewegte Initiative und keine Karriereplattform: FemaleShift…

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Dr. Daniel Hug

Am 19. Juni 2017 hat Daniel Hug sein Doktorat an der Kunstuniversität Linz mit sehr gutem Erfolg bestanden. Daniel Hug ist damit der erste Absolvent der PhD-Kooperation zwischen der Kunstuniversität Linz und Zürcher Hochschule der Künste. Diese hatte ich gemeinsam mit Christa Sommerer 2005 ins Leben gerufen. Titel: CL TKTY?CLACK! Exploring Digital Design and Interpretation…

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Crisis of Democracy

Workshop University of the Arts Linz (A) Interface Cultures (Sommerer & Mignonneau) 6. – 10. März 2017 We are witness to a worldwide rebellion against liberal and representative democracy. Survey data substantiate our suspicion that citizens in western democracies increasingly oppose freedom of speech, question the legitimacy of democratic institutions, and agree with the claim…

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Design by agency

Design for All India will die Prinzipien des »Universal Design« in Indien bekannter machen. Die Öffentlichkeit aber auch die Politik soll sensibilisiert werden, die Gestaltung von Produkten und Informationsdiensten an den Bedürfnissen möglichst aller Menschen anzumessen. Als Gastherausgeber der ersten Ausgabe 2017 habe ich Kolleginnen und Kollegen der Zürcher Hochschule der Künste um ihre Erfahrungen und…

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Wahl zum Rektor der HfBK Bremen

Am 11. Januar 2017 wurde ich vom Akademischen Senat der Hochschule für Künste Bremen zum Rektor der HfK Bremen gewählt. Ich habe die Stelle nicht angetreten, da ich die Bedingungen der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen nicht akzeptiert habe.  

Wittgenstein (et.al.) über Innovation

“Das, was man weiss, wenn uns niemand fragt, aber nicht mehr weiss, wenn wir es erklären sollen, ist etwas, worauf man sich besinnen muss.” Ludwig von Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen § 89 „Die Gedanken sind weder Dinge der Außenwelt noch Vorstellungen. Ein drittes Reich muss anerkannt werden.“ Frege, G. (1918) Der Gedanke: eine logische Untersuchung. In: Beiträge zur…

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Mehr Mut zum Experiment

Der Mensch hat sich daran gewöhnt, sein Handeln von technischem Zubehör lenken zu lassen. Die Neugier auf das Unbekannte ging verloren. Die Freiheit des Denkens muss darum zurückerobert werden. Link zum Feuilleton, NZZ Online, 12. Oktober 2016 Gedruckte Version (download)

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